Karpfen - Geschichte, Lebensweise, Arten

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Fränkischer Karpfen, eine Kurzgeschichte

Der Karpfen ist ursprünglich ein asiatischer Fisch. Schon vor unserer Zeitrechnung wurde er in China in Teichen gezüchtet. In der Zeit des Altertums und der Römer kam er bis Italien und wurde im Mittelalter in ganz Europa als wichtigster Teichfisch eingeführt. Heute gibt es Karpfen als Zuchtfisch auf der ganzen Welt.

Der Karpfen ist im Frankenlande schon seit Jahrhunderten heimisch. Schon immer war er ein begehrter Speisefisch und eine Eiweißreserve für die fleischlose Fastenzeit. Früher gab es erheblich mehr Fasttage im Kirchenjahr als heute, an denen kein Fleisch gegessen wurde. Da kam der Karpfen als einfach zu haltender Fisch gerade recht.

Karpfenzucht im Aischgrund

Karpfenweiher Der Aischgründer Karpfen ist seit dem Mittelalter bekannt. Der Boden im Aischgrund ist relativ ertragsarm. So kamen die Grundbesitzer, darunter viele Kleriker, auf die Idee im sumpfigen Boden flache Mulden auszuheben und kleine Teiche anzulegen. Oft haben diese flachen Weiher keinen weiteren Wasserzulauf, darum werden sie auch als "Himmelsweiher" bezeichnet - durch den Himmel gefüllt. Geraden in klösterlichen Gegenden wurden viele Fischweiher angelegt. Im Aischgrund sind die Teiche wie Perlen an einer Schnur entlang der Bäche angelegt.

Wie schon erwähnt, dienten die Karpfen als wertvolle Nahrungsquelle. Das und die Tatsache, dass immer mehr Fastentage den Fischbedarf in die Höhe trieben, führte dazu, dass nach dem 30jährigen Krieg die Preise für Karpfen stark anstiegen. Im Jahr 1657 wurden laut alten Aufzeichnungen für ein Pfund Karpfen 6 Kreuzer bezahlt. Das war in etwa der halbe Tagesverdienst eines Arbeiters.

Spiegelkarpfen, Lederkarpfen, Schuppenkarpfen...?

Schuppenkarpfen Spiegelkarpfen Lederkarpfen
SchuppenkarpfenSpiegelkarpfenLederkarpfen

Beim Karpfen unterscheidet man verschiedene Arten. Die ursprüngliche Form ist der Schuppenkarpfen. Die Wildform stammte ursprünglich aus der Gegend um das Kaspische Meer und dem Aralsee im heutigen Aserbaidschan und Turkmenistan (früher Sowjetunion). Dann züchtete man im Laufe der Jahrhunderte den heute verbreiteten Spiegelkarpfen, mit nur wenigen Schuppen am Bauch und an der Seite.

Schuppenkarpfen stehen in der Fleischqualität dem Spiegelkarpfen in nichts nach; nur sind sie wegen der kräftigen Schuppen umständlicher vorzubereiten. Der Lederkarpfen hat, wie der Name schon sagt, eine dicke ledrige Haut, dafür keine Schuppen.

Die Karpfenteiche im Aischgrund

Über die Himmelsweiher habe ich ja schon einiges geschrieben. In niederschlagsarmen und heißen Jahren wie 2003 kann es schon mal vorkommen, dass diese ganz austrocknen. Von etwas besserer Qualität sind die Weiher, die über einen externen Wasserzulauf verfügen. Oft zweigt man kleinere Bäche ab und lässt einen Teil des Wassers durch den Karpfenteich strömen.

So oder so, der Karpfen ist ein Grundfisch. Er wühlt sich durch den Schlamm und ernährt sich von kleinen Tieren und Pflanzenresten. Eine Trübung des Wassers zeigt an, dass Karpfen eingesetzt sind. Um so wichtiger ist es, die Karpfen nach dem Abfischen gut zu Wässern. Lebend selbstverständlich. Dazu werden die Karpfen in besondere Fischkästen eingesetzt, die von fließendem Wasser umgeben sind. Hier die berühmten Forchheimer Fischkästen, die der Firma Karnbaum gehören. Dort werden die Karpfen einige Tage gehältert und vom Wasser der Wiesent umströmt, ein kleiner Fluss, der in der fränkischen Schweiz entspringt.

Weiterführende Links

Karpfen-Homepage der Fischgroßhandlung Peter Stoll aus Fürth
Peter Stoll beschreibt ausführlich die Arten, die Lebensweise und die Zubereitung von fränkischem Karpfen
Karfpenzucht Adelsdorf
Die Seiten der Stadt Adelsdorf enthalten einige Informationen zur Karpfenzucht im Aischgrund
Karpfenzucht im Landkreis Tirschenreuth
Gehört nicht mehr zu Franken - aber viele interessante Bilder.

Gasthaus Roter Ochs - Kirchplatz 3 - 91301 Forchheim - Tel. +49 9191/4511

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