Kaffee und Kaffeevarianten

C-A-F-F-E-E!
Trink nicht so viel Kaffee! Nicht für Kinder ist der Türkentrank,
schwächt die Nerven, macht die blass und krank...

Dieser kleine Kanon für Kinder stammt von Carl Gottlieb Hering, der unter anderem auch Kinderlieder wie „Morgen, Kinder wird's was geben” oder „Hopp, hopp, hopp, Pferdchen, lauf Galopp” komponiert und gedichtet hat. Ein echter Ohrwurm .

Ist Kaffee schädlich für die Gesundheit?

Kaffeetrinkern versucht man seit Jahren schon, einzureden, der Genuss dieses beliebten Heissgetränks wäre schädlich. Was schmeckt und wirkt, das muss doch irgendwie schaden! Allerhand ist dem Kaffee schon angedichtet worden. Nicht nur Krebs soll er verursachen, auch Herzinfarkt. Ein schönes Beispiel findet man auf dieser Seite, nicht mal mit Dehydration (Austrocknung) und sogar Impotenz wird gedroht. Passenderweise werden am Rand gleich „Bioprodukte” zur Verbesserung der Situation verkauft. Man kann also mit der Angst vor Kaffee prima Geschäfte machen.

Beweise für diese steilen Thesen blieben jedoch die Miesmacher immer schuldig. Eher im Gegenteil: Studien haben gezeigt, dass Kaffee sogar das Risiko für Gallensteine und auch für Leberkrebs deutlich vermindert. Bei Frauen wirkt sich Kaffeegenuss auch positiv auf Herz und Kreislauf aus.

Und, Studien haben gezeigt, dass Kaffee wirksam vor Altersdiabetes schützt!

Viele der Wirkungen sind noch unbekannt. Das ist auch kein Wunder, weil Kaffee weit über 100 aktive Substanzen besitzt.

Aber Koffein vertrage ich nicht!

Am Koffein liegt es nicht. Selbst entkoffeinierter Kaffee entfaltet einen Großteil der beobachteten Wirkungen. Es dürften wohl die Antioxidantien im Kaffee sein, die diese Wirkung entfalten.

Gut zubereiteter Kaffee wird nicht zu heiß aufgebrüht, darf sich im Filter auch ein wenig entfalten und braucht dann auch kaum Zucker oder Milch, denn er hat dann nicht zu viele Bitterstoffe.

Ich habe Probleme mit dem Magen, was soll ich tun?

Wer zu überschüssiger Magensäure neigt - was auch stressbedingt sein kann -, der verträgt Kaffee nicht. Die Idee des Schonkaffees geht auf diese Probleme zurück. Aber es gibt eine andere Lösung: der kleine, starke Bruder des Kaffees, der Espresso. Die Bohnen werden länger geröstet, was die berüchtigte Chlorogensäure um bis zu 70 Prozent vermindert. Wer ihn nicht so stark mag, trinkt einen „Americano”, ein Espresso mit heißem Wasser verdünnt. Auch bei uns bekommen Sie natürlich Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato.

Wie ist das mit dem Grünen Kaffee?

Seit einiger Zeit in Mode und vermutlich auch bald wieder verschwunden. Man nimmt die grünen, ungerösteten Kaffeebohnen und verkauft sie als Gesundheitsmittel. Klar ist, dass durch den fehlenden Röstprozess mehr primäre Pflanzenstoffe enthalten sind (eben auch die böse Chlorogensäure) und der Kaffee sicher nicht besser verträglich ist. Er schmeckt auch nicht besonders - also versucht der Hersteller das über die Gesundheitsschiene.

Was ist nun dran am „Fatburner” Grüner Kaffee?

Nichts. Gerösteter Kaffee wirkt genauso anregend auf den Stoffwechsel wie Grüner Kaffee. Der Hauptgrund für die Hersteller ist: sie können die Kaffeesteuer sparen, denn Grüner Kaffee unterliegt nicht der Kaffeesteuer. So kann man problemlos billiger produzieren, die Kaffeesteuer sparen und dann noch teuerer verkaufen.

Aber macht Kaffee nicht süchtig?

Das Einzige, was man Kaffee nachsagen kann: er macht (leicht) süchtig. Wenn passionierte Kaffeetrinker das Getränk absetzen, ist einige Tage lang mit etwas Kopfschmerz zu rechnen, der aber bald wieder nachlässt.

Schlussfolgerung: wer seinen Kaffee liebt, der wird ihn auch weiter trinken. Das beweist schon die berühmte Kaffeekantate, die man Johann Sebastian Bach gar nicht zugetraut hätte.

Man muss es ja nicht wie Friedrich der Große machen: er bevorzugte seinen Kaffee anstatt mit Wasser mit Champagner gebraut.

Und wer immer noch Bedenken um das koffeinhaltiges Getränk hat, der möge das neuzeitliche Internet bemühen und weiter zum Thema Kaffee recherchieren. Ergebnis: ein tolles Getränk, dass sich seit dem 17. Jahrhundert bewährt hat. Nach einer Anekdote soll der schwedische König Gustav III sogar versucht haben zu beweisen, dass Kaffee giftig sei. Er ließ zwei zum Tode verurteilte Häftlinge mit der Bedingung frei, sie müssten fortan - einer Kaffee - der andere Tee trinken. Beide Delinquenten haben den König, und auch den Leibarzt des Königs der die Kandidaten zu überwachen hatte, überlebt.

Quelle, zum Weiterlesen: Kaffee und Gesundheit (PDF).

Gasthaus Roter Ochs - Kirchplatz 3 - 91301 Forchheim - Tel. +49 9191/4511

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