Grillzeit!

Grillen ist nach wie vor äußerst beliebt. Nicht nur, weil das Fleisch und das Gemüse ein unvergleichliches Aroma annimmt, sondern auch wegen der Geselligkeit. Grillen, das ist wie das Lagerfeuer der Urzeitmenschen. Dieses Ursprüngliche, Rustikale ist ein Grundbedürfnis des Menschen.

Grill-Grundlagen

Grillen ist im Grunde Garen durch Strahlungshitze. Dabei ist es völlig gleich, ob Sie einen Gasgrill mit Lavasteinen, einen Holzkohlegrill oder einen Elektrogrill verwenden. Selbst eine Grillpfanne auf dem heimischen Herd lässt sich zum Grillen verwenden.

Wie gesagt, beim Grillen ist die Haupt-Garmethode Strahlungshitze. Das heißt nichts anderes, als dass erstmal kein direkter Kontakt des Fleisches zur Hitzequelle besteht. Man könnte im Weltraum auch im Vakuum grillen. Auf der Erde braucht man einen Grillrost.

Den Grillrost sollten Sie unbedingt penibel sauber halten. Nicht nur, weil es schöner aussieht, sondern auch, weil sonst Grillgut am Rost hängenbleiben kann. Vom sauberen Rost löst sich das Grillgut meist sehr leicht und außerdem will man ja das Grillmuster haben. Zum Reinigen eignet sich nichts besser als eine stabile, langstielige Grillbürste (man will sich nicht die Unterarme verbrennen).

Manche ölen den Grillrost ein. Ich tue das nicht. Erstens tropft das Öl beim Erhitzen ab, weil es flüssiger wird, wenn es warm wird. Zweitens besteht die ernste Gefahr, dass plötzlich hohe Flammen aufschlagen. Und das will man eigentlich nicht. Ölen Sie stattdessen das Grillgut ein - aber nur ganz leicht.

Flammen hochschlagen, genau das will man eigentlich nicht beim Grillen. Das passiert meist, wenn Fett vom Grillgut in die Glut tropft. Gerade glühende Holzkohle entzündet dann sehr schnell das Fett und schon brennt ein Feuerchen auf dem Grill. Da muss man sofort eingreifen. Sonst brennt das Fleisch an und schmeckt rußig-bitter. Ziehen Sie das Fleisch zur Seite, legen sie ggf. den Deckel auf den Grill und ersticken Sie die Flammen. Wenn der Grill Lüftungsschlitze hat, dann machen Sie sie zu, das sollte im Allgemeinen reichen.

Was sie brauchen

Unerlässlich ist zum Grillen das Zubehör.

Grillzange

Eigentlich brauchen Sie drei davon: mit einer legen Sie das rohe Fleisch auf den Grill, mit der zweiten nehmen sie das gegarte Fleisch auf die Teller, und mit der dritten legen Sie die Holzkohle bzw. die Holzkohlebriketts um.

Anzündhilfe

Es gibt eine ganze Reihe von chemischen Anzündhilfen, flüssige und feste. Allen ist eines gemeinsam: letzten Endes ist das alles ein chemischer Stoff, meist sind Kohlenwasserstoffe enthalten und viele davon haben ein unangenehmes Aroma. Eine ganz andere Alternative ist ein Anzündkamin. Im Prinzip ein durchlöchertes Rohr, in das die Briketts gefüllt werden. Durch den Kamineffekt entsteht ein gleichmäßiger Luftstrom, die Briketts glühen viel gleichmäßiger durch und zum Anzünden reicht etwas Zeitungspapier und ein Eierkarton oder eben ein Anzündwürfel aus Kokosschalen.

Grillhandschuhe

Nur die hartgesottenen grillen ohne Handschuhe. Die anderen ziehen es vor, sich die Unterarme vor zu starker Hitze zu schützen. Nehmen Sie gute Qualität aus Textilien, und waschen Sie sie gelegentlich.

Bratenwender und Fleischgabeln

Ein langer, am Ende geknicketer Bratenwender ist unerlässlich. Zusammen mit einer Fleischgabel kann man auch größere Stücke und Spieße sicher wenden.

Pinsel

Um das Grillgut mit Marinade oder Öl zu bestreichen, ist ein Grillpinsel aus Stahl mit Silikonborsten am besten geeignet. Die kann man sogar in der Spülmaschine reinigen, so dass Sie ihre alten Holzpinsel mit Dachshaaren besser entsorgen sollten.

Grill-Marinaden

Fleisch vor dem Grillen marinieren oder nicht? Die Auslagen der Supermärkte scheinen sich einig zu sein, sind doch alle für den Grill vorgesehenen Fleischstücke mit einer bunten Pampe überzogen. Kaufen Sie die ruhig, wenn Sie ständig ihren Grill sauber machen wollen. Solche Marinaden sind nur auf Optik angelegt! Mein Tip: Machen Sie Marinade selbst.

Dazu eignen sich hervorragend wiederverschließbare Plastikbeutel. Das Fleisch marniert dort mit einem Minimum an Marinade, es verdunstet nichts und alles bleibt hübsch sauber.

Grundsätzlich erst einmal ohne Salz marinieren. Salz wirkt hygroskopisch, d.h. es zieht Wasser aus dem Grillgut.

Es gibt unglaublich viele Marinadenrezpete. Hier z.B. ein Rezept für Grillmarinade mit Bier. Für mich hat sich als Grundlage einer Marinade stets (gutes) Öl als gut erwiesen. Dieses einfache Rezept funktioniert fast immer und für alle Arten Fleisch:


Zutaten

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL milder Weinessig
  • 2 EL Honig
  • 6 EL Ketchup
  • 1 kl. Zwiebel
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Paprikapulver
  • 2 BlattBasilikum
  • 3-4 Stengel von der Petersilie
  • 1 EL Portwein

Zubereitung:

Die Petersilienstengel schneiden, die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Alle Zutaten miteinander vermischen. Die Steaks trocken tupfen, Marinade in einen Plastikbeutel geben und das Fleisch für mehrere Stunden in der Marinade ziehen lassen. Bevor die Steaks auf den Grill wandern, bitte die Marinade gut abtropfen lassen, damit es nicht zu sehr qualmt. Insbesondere die Kräuter verbrennen sonst zu schnell.

Der Grill selbst

Klassiker bevorzugen natürlich den Holzkohlegrill. Das Aroma ist unvergleichlich und mit etwas Übung gelingen Grillgerichte immer (das mag der Grund sein, warum meist Männer grillen - die Zubereitung der Salate, Saucen etc. überlassen Sie meist „großzügig” den Frauen).

Hervorragende Geräte produziert die Firma Weber. Insbesondere die Modelle mit Deckel lassen eine Vielfalt von Gerichten zu, da man auch sehr lange bei indirekter Hitze garen kann.

Auch Lavastein-Gasgrillgeräte sind nicht zu verachten und bei guter Bauweise deutlich leichter sauber zu halten. Beim Umgang mit Gas sind einige Sicherheitsregeln zu beachten, aber dann ist es nicht besonders schwierig.

Gasthaus Roter Ochs - Kirchplatz 3 - 91301 Forchheim - Tel. +49 9191/4511

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