Es war einmal - zur Geschichte des Roten Ochsen

Rudolf Scheller

Bild vom Rudolf Der Gründer des Roten Ochsen. Im Jahre 1860 heiratete er die Wirtstochter Margaretha Welker, die hier im Haus Nr.74 ansässig war und eine damals bereits 200 Jahre alte Bierschankstätte betrieb. Rudolf Scheller war also nicht nur Schnitzer, sondern jetzt auch Bauer und Wirt. Er hatte die Bildhauerei von seinem Vater Jakob Scheller gelernt. Dessen Großvater, Werner Scheller, hatte das Handwerk seinerzeit bei Johann Bernhard Kamm aus Bamberg gelernt (Kamm hatte unter anderem den Anna-Altar in der Basilika in Gößweinstein geschaffen).

Aber ein großes Unglück traf die Familie. Nach nur einem Jahr starb die Frau an einer Totgeburt. Die Trauer dauerte aber nicht lange, nur sechs Monate später heiratete er Maria Kunigunda Gunselmann aus Buttenheim, mit der er sechs Kinder hatte. Im Jahre 1881 hat er endlich die Konzession zur Gastwirtschaft bekommen. Im Jahre 1902 übergab er an seinen Sohn.

Johann Scheller

Johann Scheller In jeder Generation gab es einen Johann. Ausnahmsweise übernahm der jüngste Sohn das Gasthaus. Er war im Dorf sehr aktiv, unter anderem war er auch Feuerwehrkommandant, und im Gesangsverein sang er Tenor. Irgendetwas muß ich von ihm haben, mein Großvater sagte mir, er hatte auch immer einen Witz auf der Pfanne. 1906 wurde im Gasthaus der Gesangsverein Burk gegründet. Im runden Jahr 1900 heiratete er Elisabeth Schorr, Hs. Nr. 28 in Burk. Mit ihr hatte er 4 Kinder. Statt beim Militär war er 6 Jahre beim Königlichen Leibregiment in Schloß Linderhof beim Prinzregenten Luitpold, für den Weltkrieg war er schon zu alt.

Postkarte klein

Silverius Scheller

Silverius Scheller 1932 übernahm Johanns jüngster Sohn die Gastwirtschaft. Im gleichen Jahr heiratete er Kunigunda Welker. Mit ihr kam der große Aufschwung. 1930 wurde der Sportverein Burk - damals hieß er noch "Turn- und Sportverein Burk" gegründet und der Rote Ochs war das Vereinslokal. Heute heißt der Verein - wohl aus Verbundenheit zum „Club” 1. FC Nürnberg - 1. FC Burk . Jeden Sonntag gab es eine zünftige Rauferei - einiges davon kann man heute noch am Stammtisch hören. 1936 baute der Vater vom heutigen Architekten Langenbuch den Saal. Immer wieder mußte der Saal umgebaut und erweitert werden. Das Haus hatte keine Ruhe. Silverius war nicht das Glück seines Vaters beschieden, er mußte 1939 bis zum Kriegsende 1945 an die Ostfront. Kurz vor der Heimkehr wurde er von den Amerikanern bei Baiersdorf (nur 6 Kilometer von zuhause entfernt) aufgegriffen und in das berüchtigte Lager bei Bad Kreuznach - Bretzenheim verbracht. Viele fanden dort den Tod, er überlebte bis auf die Knochen abgemagert.

Gasthaus 1963 Während der ganzen Zeit führte meine Oma das Geschäft weiter. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. 1956 wurde die Gastwirtschaft vergrößert und der heutige Dreikönigszimmer gebaut. 1963 wurde von seinem Sohn Konrad zusammen mit Silverius eine Metzgerei eröffnet. Am 1. Januar 1974 übergab er seinem Sohn die Gastwirtschaft und Metzgerei, das Arbeiten ließ er sich jedoch bis zu seinem Tod nicht nehmen.

Konrad Scheller

Konrad Scheller sen. Konrad Scheller übernahm ganz offiziell 1974 Gastwirtschaft und Metzgerei. Er war ja schließlich gelernter Metzger, und seine Frau Metzgereifachverkäuferin. Insgesamt vier Lehrlinge hat mein Vater ausgebildet. Unsere Metzgerei war bis zu ihrer Schließung im Jahr 1991 aus gesundheitlichen Gründen beliebter Ratsch-Treffpunkt des Ortes. Aber sie machte auch viel Arbeit. Natürlich halfen auch die Eltern Silverius und Kunigunda noch mit. Nebenbei hatten wir noch Landwirtschaft - ein paar Äcker, eine Wiese und etwas Wald, und dazu noch Rindviecher, Schweine und Hühner. Doch das wurde zuviel, und so wurde nach und nach alles abgeschafft. Im Jahr 1978 renovierten meine Eltern das Gasthaus im oberbayerischen Stil mit viel Holz. Natürlich gab es kleine Veränderungen. Der Garten wurde mehrfach umgestaltet.

Gastwirtschaft mit Metzgerei Die Metzgerei war in den späten 70er Jahren die tragende Säule des Geschäfts. Mit viel Liebe und Engagement kümmerte sich Elisabeth Scheller um Ihre Kunden. Die Metzgerei war nicht nur ein Laden, sondern auch wegen der Nähe zu Friedhof und Kirche eine der Kommunikationszentralen des Ortes.

Als ich - Konrad "Konni" Scheller - 1991 das Gasthaus übernahm, führten wirtschaftliche Überlegungen dazu, dass die Metzgerei wieder geschlossen wurde. Stattdessen ist im Anbau nun ein Kühlraum und ein weiterer Arbeitsraum geschaffen worden.

Im Jahr 2002 wurde unsere Tochter Felicitas geboren.

Vor einigen Jahren bauten wir noch eine Grillhütte dazu, um im Biergarten auch größere Feste halten zu können. Bautechnisch ein kleines Meisterstück, da „windschief”, das heißt asymmetrisch gebaut, und mit allem Komfort. Auch der hier ansässige Schachclub feiert hier sein jährliches Grillfest.

Im Jahr 2010 kam dann die Sommerterrasse dazu. Dazu musste erst der alte Kühlraum abgerissen werden. Mit viel Eigeninitiative wurden 27 Bäume abgeholzt, die graue Mauer abgerissen und durch ein Geländer ersetzt und eine hochmoderne LED-Bodenbeleuchtung eingebaut. Vor allem abends eine einmalige Atmosphäre, während tagsüber eine wunderschöne Aussicht über das westliche Regnitztal bezaubert.

Der vorerst letzte Baustein war der Festsaal. Die gesamte Täfelung wurde abgerissen und der Saal ist jetzt hell und freundlich und auch für große Gesellschaften bis ca. 120 Personen geeignet.

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Schon immer hatte ich ein Faible für Technik. So lag es nahe, das 1996 noch recht junge Medium „Internet” auch zu nutzen. Damals habe ich noch mit dem Fahrrad die Disketten mit den Daten zum Provider gebracht, ein sehr kleiner Betrieb in der Schlachthofstraße in Forchheim.

Schon immer war meine Meinung, dass, wer so viel aus dem Netz lernt, auch sein Wissen ins Netz stellen sollte. Und so ist es nicht nur eine Vorstellung von unserem Gasthaus / Hotel, sondern auch eine Sammlung leckerer Rezepte und gastronomischer Tipps. Um mir das nötige Fachwissen anzueignen, habe ich so manche Stunde im Internet verbracht. Vor allem um Usenet und in einschlägigen Foren konnte ich mir viele gute Tipps holen. Dabei bin ich über die Agentur ABAKUS, die ihre SEO-Dienstleistungen inzwischen auch österreichischen Kunden anbietet , gestoßen. Deren ABAKUS-Forum war mir eine riesige Hilfe. Bei meiner Recherche stieß ich im ABAKUS-Forum auf den "SEO Diver" . Dieses Analysetool stellt ABAKUS, das seine allen Forenmitgliedern in einer speziellen Community-Edition zur Verfügung. Und es hat auch mir gute Dienste geleistet.

 

Gasthaus Roter Ochs - Kirchplatz 3 - 91301 Forchheim - Tel. +49 9191/4511

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